Begeisterndes Bilderbuch-Schwingfest

(Auszug aus Zeitungsbericht Bote der Urschweiz 04.07.2016)

Die 110. Ausgabe des Innerschweizer Schwing- und Älplerfestes war ein Vollerfolg.

Um die und in den sieben Sägemehlringen lief gestern Sonntag einiges an der jüngsten Ausgabe des ISV-Teilverbandsfestes. Über 8000 Zuschauer verfolgten die spannenden Zweikämpfe. Aber auch die Folklore und der eigentliche Festakt waren weitere Höhepunkte in Einsiedeln. «Schwingen verbindet die Regionen», verkündete ISV-Präsident Peter Achermann, Sisikon, anlässlich des Festaktes. Auch OKP Thomas Zehnder lobte den fairen Schwingsport.

Die herrliche Schwingarena im Klosterdorf Einsiedeln bot allen Schwingerfreunden beste Sicht auf die Plätze. (Bild: Erhard Gick / Bote)
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Genau vor dreissig Jahren war Einsiedeln zum letzten Mal Austragungsort des Innerschweizer Schwing- und Älplerfestes. 1986 ging eine lange Schönwetterperiode zu Ende, und es regnete praktisch den ganzen Tag. Dies hatte natürlich Auswirkungen auf den Publikumsaufmarsch. Statt der erwarteten 5000 belegten nur gerade 2000 Besucherinnen und Besucher die Tribünen. Gestern Sonntag hatten die Organisatoren mehr Wetterglück. Es war zwar bewölkt, öfter zeigte sich am Nachmittag auch die Sonne, aber es fiel kein Tropfen Regen. Nicht weniger als 8500 Zuschauerinnen und Zuschauer bevölkerten die herrliche Arena und trugen zu einer ausgezeichneten Stimmung bei.

Gehören zu einem Schwingfest wie die Zwilchhosen: die Jodler. Der Jodlerklub Alpenrösli, Einsiedeln, begeisterte
die Zuhörer mit mehreren gesanglichen Einlagen. (Bild: Erhard Gick / Bote)
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Die Einsiedler verstehen es immer wieder, ein perfektes Schwingfest zu organisieren. Nicht weniger als 900 freiwillige Helferinnen und Helfer aus verschiedenen Vereinen sorgten diesmal für einen reibungslosen Ablauf des grössten je im Klosterdorf durchgeführten Sportanlasses. Alles war bis ins letzte Detail vorbereitet. Sehr zufrieden über den Verlauf zeigte sich am späten Nachmittag auch der OK-Präsident Thomas Zehnder. «Die zweijährige Planung ist 1:1 umgesetzt worden. Dank dem tollen Wetter herrschte in der Arena eine unglaublich gute Stimmung. Es gab keinen grossen Zwischenfall. Ich erhielt bereits sehr viele positive Feedbacks, welche ich gerne den OK-Mitgliedern und der Bevölkerung von Einsiedeln weitergebe.»

Folklore mit Alphornbläsern … (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
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… und Fahnenschwingern. (Bild: Erhard Gick / Bote)
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Der Schlussgang war der krönende Abschluss eines in jeder Beziehung perfekt organisierten Innerschweizer Schwingfestes. Erstmals seit 2010 kam es wieder zu einem Schwyzer Duell. Unter grosser Anspannung und dem Applaus der 8500 Zuschauerinnen und Zuschauer betraten der Topfavorit Christian Schuler und sein Kontrahent Mike Müllestein um 17.40 Uhr den mittleren Sägemehlring. Schuler zeigte von Beginn weg, dass er sein Heimfest unbedingt gewinnen wollte. Mit Kurz versuchte der Marketingfachmann immer wieder, den Gegner ins Sägemehl zu tauchen. In der achten Minute kapitulierte Müllestein auf einen Übersprung. Sofort ging der Sieger zum Verlierer Müllestein und gratulierte ihm zu seiner grossen Leistung. Danach wurde der der 13-fache Kranzfestsieger von seinen Trainingskameraden Martin Grab und Alex Schuler, welche ebenfalls den Kranz gewonnen haben, auf die Schultern gehoben und vom Publikum mächtig gefeiert. (Bild: Urs Flüeler / Keystone)

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Quelle: Bote der Urschweiz
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