Ein urchiger Abend mit Jung und Alt

(Zeitungsbericht Einsiedler Anzeiger 24.04.2018)

Jodlerabend des Jodlerklubs Alpenrösli Einsiedeln

Am Wochenende lud der Jodlerklub Alpenrösli zu einem Jodlerabend ins Kultur- und Kongresszentrum Zwei Raben. Viele sind der Einladung am vergangenen Samstag gefolgt und konnten einen urchigen Abend geniessen.

Mia. Pünktlich um 20 Uhr konnte der Jodlerklub Alpenrösli zum Auftakt des Abends das Lied “s’Plange” von Theres Aeberhard singen. Dann begrüsste Präsident Alois Betschart die zahlreich erschienenen Anwesenden zu ihrem Jodlerabend. Nachdem er alle geladenen Gäste und ihre Delegationen aufgezählt hatte, übergab er das Wort an Rosmarie Kälin, welche wie immer als Moderatorin durch den Abend führte.


Der Jodlerklub Alpenrösli durfte ein reichhaltiges Programm präsentieren.

Brief von ehemaliger Jodlerin
Dieses Jahr durfte der Jodlerklub wieder einige Gastformationen zu ihrem Abend begrüssen, welche neben dem Jodlerklub selbst für das Abendprogramm sorgten. Bevor sie jedoch anfangen konnten, wollte Rosmarie Kälin noch den Brief, welchen sie adressiert an den Jodlerklub Alpenrösli bekommen hatte, vorlesen. Er stammte von einer ehemaligen Jodlerin, welche schon länger im Appenzeil wohnt. Sie wünschte dem Jodlerklub viel Spass für den Abend und hoffte, dass sie immer noch genügend Nachwuchs hätten.

Genügend Jodlernachwuchs
Für letzteres sorgt hoffentlich die erste Gastformation. Denn das Kinderjodelchörli aus Einsiedeln mit Kindern von der ersten Klasse bis hin zu Lehrlingen scheint mit seinen rund 30 Kindern unter der Leitung von Agi Kälin für genügend Jungjodler und -jodlerinnen zu sorgen. Mit dem Hit “Dini Seel ä chli la bambälä la” machten sie nach einem weiteren Gesang des Jodlerklubs Alpenrösli den Anfang zum ersten Teil des Abends und sorgten für eine freudige Stimmung im Saal.

Auftritt trotz fehlender Leitung
Die Alphorngruppe Alpenrösli, bestehend aus zwei Jodlern des Jodlerklubs Alpenrösli und einer Alphornistin, wurde von Christoph Füchsiin (ebenfalls im Jodlerklub) mit Fahnenschwingen begleitet. Sie bildeten den Übergang zu einer weiteren Gastformation. Das Jodlerchörli Barg und Tal aus dem bernischen Emmen- beziehungsweise Simmental musste leider ohne Vorjodler anreisen. Nichtsdestotrotz versuchten die drei Frauen und vier Männer aus dem Abend das Beste zu machen und zeigten mit ihren feinen Jodelgesängen und Naturjutzern ihre Verbundenheit zum Älplern.


Die Alphorngruppe Alpenrösli mit Fahnenschwinger.

Tanzende Töne auf Handorgeln
Anschliessend durfte das aus Weggis und Steinerberg stammende Handorgelduo Anita und Priska in Begleitung einer Bassgeige zeigen, dass sie nicht nur neben, sondern auch auf der Bühne die Töne auf ihren Handorgeln tanzen lassen können. Vor der Pause, in der die bekannten Tombolalose gekauft werden konnten, hatte nochmals das Kinderjodlerchörli einen Auftritt. Mit den heiteren Liedern “s’Emmeli und der Franz” und dem “Chüädräckler” wurden die Zuhörer in die halbstündige Pause entlassen.

Gesamtchor zum Schluss
Nach der Pause hatten alle Formationen bis auf die Alphorngruppe noch einen oder zwei Auftritte. Das Kinderjodelchörli hatte jedoch die etwas jüngeren Jodler schon nach Hause geschickt, da sie am Tag zuvor schon einen Auftritt zu später Stunde hatten. Unter heftigem Applaus wurden von allen Formationen auch Zugaben eingefordert. Zwischendurch sorgten die Witze von Rosmarie Kälin oder von den Musikanten selbst für Auflockerung. Das wunderschöne Bühnenbild, welches wie jedes Jahr Bruno Füchslin gestaltete, sorgte neben dem grossen Finale, wo alle Jodelformationen zusammen im Gesamtchor den Steimandlijutz jodelten, für ein weiteres Highlight an diesem Abend.

Ausklingen in der Jodlerstube
Natürlich forderte das Publikum am Schluss auch vom Gesamtchor eine Zugabe. Selbstverständlich hatten sie unter der Leitung von Vorjodlerin Marlen Betschart auch diese bereit und so endete kurz nach halb elf der offizielle Teil des Jodlerabends. Nun wurden noch die 80 sehr schönen Tombolapreise ausgelost. Wer trotz der vielen Preise leer ausging, konnte hoffen, dass er oder sie unter dem Stuhl einen Kaffeegutschein für die Jodlerstube finden würde. Diese wurden nämlich vorgängig verteilt im ganzen Saal unter die Stühle geklebt. Auch ohne Gutschein durfte man noch bis um 3 Uhr in der Jodlerstube dem Handorgelduo Anita und Priska zuhören, das Tanzbein schwingen oder den urchigen Abend einfach mit einem feinen Kaffee ausklingen lassen.

Fotos: Martina Reichmuth
Quelle: www.einsiedleranzeiger.ch
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